Ausstellungsankündigung: Sandra Opitz, Feucht- und Trockenpräparate

sandra opitz einladung

Einladung zur Ausstellung “Feucht und Trockenpräparate” von Sandra Opitz

Malerei – Zeichnung – Druckgraphik

Vernissage: Sonntag, 14. September 2014, um 11:00 Uhr

Einführung: Prof. Bettina van Haaren, Technische Unsiversität Dortmund

Ausstellungsdauer: 14. September 2014 – 12. Oktober 2014

Ort: HAGENRING – Galerie, Wippermann-Passage, Eilper Straße 71-75, 58091 Hagen

Öffnungszeiten: Di-Fr. 17-19 Uhr, So 11-13 Uhr, u. n. Vereinbarung

 

Sandra Opitz zu Ihren Werken:

Graskopf2RGB2Meine Arbeiten, die „Feucht- und Trockenpräparate“, beinhalten die Auseinander-setzung mit konservierten Pflanzen, Tieren und Menschen. Gleichzeitig handelt es sich bei dem Titel um eine Begrifflichkeit, die auf den konservatorischen Hintergrund verweist: So kommen sowohl in Formaldehyd eingelegte, somit „feucht“ haltbar gemachte Tiere, z. B. Schlangen, als auch auf unterschiedliche Art und Weise „trocken“ konservierte Lebewesen wie Bären, Käfer und Menschen vor. Das Objekt gewordene organische Material gelangt mit naturkundlichen, kunstgeschichtlichen und medizinhistorischen Sammlungs- sowie persönlichen Gegenständen in neue, meist erzählerische Kontexte, um dabei verschiedenste Reiseerlebnisse, u.a. in Berlin, Wien, Krakau und Smolensk (Russland), und somit die Orte, ihre Geschichten und die eigene Person mit zu reflektieren. Es ergeben sich unwirkliche, surreal anmutende Stillleben durch ungewöhnliche Objektkombinationen oder verdrehte Raumbezüge, dessen teilweise fragmentarische Partien den Arbeitsprozess der Arbeiten offen legen. Die verschiedenen thematischen Ansätze zeigen sich dabei bereits in den tel, Pinsel und der Hand unter konzentriertem Kraftaufwand abgeriebenen, aufgetragenen oder durch Beigabe von Wasser verflüssigten sowie mittels KlebebaRoter Wald1.72nd wiederum begrenzten Pigmente, die Verwendung finden, lassen sich ebenfalls als „feucht“, im Sinne von „flüssig“, oder „trocken“ näher charakterisieren. Die Offenheit des Titels und der Arbeiten lässt des weiteren Rückschlüsse auf die eigene Körperlichkeit zu. Unser Körper, durchzogen und geprägt von verschiedenen Körper- flüssigkeiten, chemischen Umwandlungs- prozessen und unterschiedlich feuchten und trockenen Gebieten, begleitet uns ein Leben lang und bleibt dabei einer ständigen Veränderung unterworfen. Er ist uns am nähesten. Durch ihn erfahren wir die Welt und unsere Umgebung. Daher ist es mir ein Anliegen, ihn in meine künstlerischen Untersuchungen mit einzu- beziehen. Die Vergänglichkeit des Menschen und die seiner Umwelt werden in dieser ernsten, ironischen und humorvollen Thematisierung stets nicht ausgeblendet.

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