Aus aktuellem Anlass…

In der HAGENRING-Galerie ist am 9. August 2015 in Anwesenheit des Berliner Künstlers Reiner Maria Matysik die Ausstellung „Les fleures sont mal“ eröffnet worden. Empfohlen wurde der Künstler vom Brühler Kunstverein im Rahmen des Partnerschaftsprojektes „Kunstachse NRW“ mit dem HAGENRING.

Der Künstler hat für Hagen ein minimalistisches Ausstellungskonzept realisiert, das für Besucher in Grundzügen nur dann nachvollziehbar wird, wenn es vom Künstler selbst erklärt wird. Das kann Matysik aber für den Ausstellungzeitraum in Hagen nicht leisten. Auch der vorhandene Katalog erläutert das Konzept des Künstlers nicht. Der Künstler hatte bei seiner Bewerbung im letzten Jahr ein ganz anderes und durchaus überzeugendes Konzept vorgestellt, so dass sich die Jury für ihn ausgesprochen hatte. Nach der kürzlich in Brühl präsentierten Ausstellung hatte der HAGENRING den Künstler gebeten, nur solche Exponate in Hagen zu zeigen, die einen nachvollziehbaren Bezug zur letztjährigen Bewerbung und zum aktuellen Katalog haben. In dieser Ausstellung hat er aber lediglich ein einziges Exponat vorgestellt, so dass viele Besucher in der anschließenden Diskussion zur Eröffnung enttäuscht und mehr als irritiert waren.

Der HAGENRING bietet in jedem Jahr mindestens zehn Ausstellungen in seiner Galerie. Dabei steht die Qualität der Arbeiten im Vordergrund der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler. Rund 1.000 bis 1.500 Besucher besuchen jährlich diese unterschiedlichen Ausstellungen. Dadurch ist bei den Besuchern eine Erwartungshaltung entstanden, die von der Qualität der präsentierten Arbeiten geprägt ist. Die Diskussionen in der Galerie zeigen, dass es auch unterschiedliche Auffassungen zu den Exponaten der zeitgenössischen Kunst gibt. Dieser Austausch ermöglicht den Besuchern eine intensive Beschäftigung mit der Kunst.

Die Auseinandersetzung mit der Kunst und dem Kunstbegriff ist gewollt und auch Teil des Satzungszwecks des HAGENRING. Da dem Besucher der Diskurs in dieser Ausstellung ohne persönliche Ausführungen des Künstlers nicht möglich wird und dieser sich nicht bereit erklärt hat, während der Ausstellungsdauer anwesend zu sein, hat sich der HAGENRING entschlossen, seine Galerie für die geplante Dauer dieser Ausstellung geschlossen zu halten. Allerdings ist die Galerie durch die großen Schaufenster einsichtig, so dass die räumliche Konzeptidee des Künstlers wahrgenommen werden kann. Bei Interesse ist ein Besuch nach Vereinbarung über die Mail-Adresse des HAGENRING unter info@hagenring.de möglich.

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